Alte Meister. Günter Grass, Siegfried Lenz, Martin Walser
Siegfried Lenz (geb. 1926), Günter Grass (geb. 1927) und Martin Walser (geb. 1927) zählen unbestreitbar zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Nachkriegsliteratur. Buchtitel wie „Deutschstunde” (1968), „Die Blechtrommel” (1959) und „Ehen in Philippsburg” (1957) zählen zum so genannten Kanon, wurden vielfach aufgelegt, ausgezeichnet, kommentiert und interpretiert. Die Autoren, alle drei Angehörige der so genannten Flakhelfergeneration, haben die Zeitläufe nicht nur kritisch reflektiert, sondern sich auch immer wieder in die politische Debatte eingemischt und mit ihren Ansichten die öffentliche Meinung polarisiert. In ihren Büchern, die seit über fünfzig Jahren die Literaturszene prägen, spiegelt sich deutsche Geschichte vor und nach 1945 wider. Fragen von Erinnerung und Geschichtsbewältigung werden nicht zuletzt in den autobiographischen Texten und Essays thematisiert. Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck, so lange der Vorrat reicht – wird die Germanistin Ulrike Tanzer, Universität Salzburg, die wichtigsten Werke, vor allem der frühen Schaffensphasen anhand ausgewählter Texte vorstellen und mit dem autobiographischen Spätwerk konfrontieren. Dabei soll das literarische Leben in Deutschland nach 1945 näher in den Blick gerückt werden.
| Do. 02. Dezember 2010, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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