Aufgeblättert
In ihrem neuen Roman „Die echtere Wirklichkeit“ (Klett Cotta Verlag, 2025) verhandelt die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer aktuelle Themen wie fake news und Künstliche Intelligenz: Eine philosophische Terrororganisation will die Gesellschaft im postfaktischen Wien mit ihren künstlerischen Interventionen auf Fehlentwicklungen aufmerksam machen. Ein Roman, der große Begriffe wie Wahrheit und Wirklichkeit befragt.
Kamel Daoud erzählt in „Huris“ (Verlag Matthes & Seitz, 2025, Ü: Holger Fock, Sabine Müller) vom algerischen Bürgerkrieg und stellt sich gegen das politisch verordnete Vergessen. Aube, nach einem Mordversuch stumm geworden, spricht mit ihrer Tochter, die in ihrem vernarbten Körper heranwächst – sie heißt Huris, so heißen im islamischen Glauben Jungfrauen, die im Paradies leben und Märtyrern versprochen sind.
Außerdem wird über jenes deutschsprachige Buch diskutiert, das mit dem Deutschen Buchpreis 2025 ausgezeichnet wird. In diesem Jahr wurde Dorothee Elmiger für „Die Holländerinnen“ ausgezeichnet. Dorothee Elmiger präsentiert ihren Roman am 10. November im Literaturhaus Salzburg auf Einladung des Literaturforums Leselampe. Hier finden Sie alle Informationen zur Veranstaltung.
„Aufgeblättert“ werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler, Rupertus Buchhandlung), Anton Thuswaldner (Literaturkritiker) und als Gast Paul Keckeis (Literaturwissenschaftler).
| Mi. 19. November 2025, 19:30 Uhr | |
| Rupertus Buchhandlung, Dreifaltigkeitsgasse 12 | |
| Eintritt frei | |
| Reservierung: T. 0662/878733 | |
| Mitveranstalter: Rupertus Buchhandlung | |
| Büchertisch: Rupertus Buchhandlung |
SALZ 200/20150 Jahre SALZ
Wozu „SALZ“? 50 Jahre später –– Die Kunst der Literaturzeitschrift, so der Titel für das SALZ-Geburtstagsfest zum Jubiläum, weist einerseits auf die Verbindung von bildender Kunst und Literatur seit dem ersten Erscheinen von SALZ und verdeutlicht andererseits, was Literaturzeitschriften (Autor:innen, Künstler:innen und Herausgeber:innen) können: mit Sprache neue Welten schaffen, der literarischen Tradition kritisch verbunden, den dunklen und hellen Seiten in der Geschichte und politischen Fragestellungen gegenüber aufmerksam und offen bleiben.
Vieles hat sich geändert in 50 Jahren. Die Literatur hat ihren Stellenwert in der Stadt der Musik behauptet, viele ...
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