Birgit Müller-Wieland
Das neapolitanische BettSignor Ignazio hat viele Gesichter. Für seine Angestellten ist er der Besitzer der Pension Navicella in Neapel, die Pasticceria- Besitzerin glaubt in ihm den jungen Mafiosi, mit dem sie vor Jahren eine lebensgefährliche Affäre hatte, wiederzuerkennen. Und den Feuerwerksfabrikanten Ermes erinnert Ignazio an den deutschen Soldaten, der ihm im Zweiten Weltkrieg das Leben gerettet hat. Alle haben Recht. Denn hinter Signor Ignazio liegt ein turbulentes Leben. Nach einer riskanten Flucht vor den Mafia- Mördern musste er untertauchen, eine Gesichtsumwandlung vornehmen und ein neues Leben beginnen. Birgit Müller-Wielands Protagonist wird von den Erinnerungen eingeholt und muss erkennen, dass sich die Vergangenheit nicht abschütteln lässt. Die Autorin beschreibt in poetisch-expressiver Sprache eine Welt, die aus dunklen Geheimnissen besteht. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile der verschütteten Identitäten zu einem komplexen Bild zusammen. „Dieser Roman zeichnet in sensibler, lakonischer Sprache die Unsicherheit gegenwärtiger Identität nach.“ (Robert Schindel)
| Mi. 08. Februar 2006, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Einführung: Hans Höller |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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