Diener:innen auf der Bühne
Sie frisieren die Locken, servieren das Essen, stechen Zichori; sie überbringen Tee, Briefe und schlechte Nachrichten. Ihre Sprache ist so einfach wie ihr Gemüt, das von niedrigen Begierden dirigiert wird: Dienstboten und Kammermädchen, Lakaien und Zofen sind zwar eine Konstante im Stückpersonal des europäischen Theaters – als statische Nebenfiguren stehen sie aber meistens im Schatten ihrer gnädigen Herren und Frauen. Höchste Zeit also, dass sie ins Rampenlicht treten dürfen! Tatsächlich lässt sich an Beispielen vorführen, wie wichtig diese Figuren sind – für die Handlung, die Wirkung, aber auch für die Botschaft der Stücke. Die Dienerinnen und Diener sind komisch, intrigant, vital und lebensnah, Opfer und Täter zugleich. Als solche entlarven sie immer wieder Fehler im System, die nicht nur die Bühne, sondern auch die sozialpolitische Wirklichkeit betreffen: Sie demaskieren dabei nicht nur Form und Etikette, sondern vor allem den Unsinn von gesellschaftlichen Hierarchien.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
Maria Piok, Leiterin des Literaturhauses am Inn und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck, bringt Geschichten von Dienerinnen und Dienern im Theater auf die Bühne des Literaturhauses.
| Do. 03. April 2025, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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