Einladung ins Unsichtbare
Diese Schreibwerkstatt widmet sich voll und ganz der Prosa, die von großen Dingen im kleinen Format berichtet: Den Kurzgeschichten. Häufig gelten sie als Einstieg ins Schreiben, als schnelle Übung zwischendurch. Aber sie sind viel mehr als das.
Im Idealfall hat eine Kurzgeschichte weit mehr Gewicht, als man ihr auf den ersten Blick ansieht. Doch wie kommt es dazu? Wie entwickeln so unterschiedliche Erzählungen wie zum Beispiel jene von Johann Peter Hebel, Ilse Aichinger oder Mary Ruefle auf ein paar Seiten solch eine Wucht, dass sie Jahre im Gedächtnis bleiben?
Eine Geschichte auf wenigen Seiten zu erzählen, verlangt Präzision, Fingerspitzengefühl und Mut zu Leerstellen. Es bedeutet, sich immer wieder die Frage zu stellen: Wie wenig braucht es, um möglichst viel zu sagen? Wovon erzähle ich, wovon besser nicht? Ganz nach Hemingway, der die Kurzgeschichte mit einem Eisberg verglich, von dem nur ein Achtel über der Wasseroberfläche sichtbar ist. „Es liegt alles an dem Teil, der unsichtbar bleibt.“ Sich im Unsichtbaren und Sichtbaren zu versuchen, dazu lädt diese Werkstatt ein.
Termine: Freitag, 12.6., 15 bis 18 Uhr, Samstag, 13.6., 10 bis 18 Uhr, Sonntag, 14.6., 10 bis 13 Uhr.
Leitung: Anna Weidenholzer, geboren 1984 in Linz, lebt in Wien, zuletzt erschienen die Romane „Finde dem Schwan ein Boot“ (2019) und „Hier treibt mein Kartoffelherz“ (2025, beide Verlag Matthes und Seitz).
| Fr. 12. Juni 2026, 15:00 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| €140 Anmeldung erforderlich | |
| Reservierung: T. 0662 422781 oder leselampe@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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