„Er sucht Sätze, an denen noch keiner gekaut hat.“
Elias Canetti als Dichter seines Jahrhunderts
Elias Canetti (1905 – 1994), der Jahrhundert-Intellektuelle und packende Chronist, hat ein facettenreiches Werk hinterlassen: einen Roman, drei Theaterstücke, einen Reisebericht, zahlreiche Essays, unzählige Aufzeichnungen, die gewichtige Studie Masse und Macht und schließlich die Autobiographie, mit der er sich Weltruhm erschrieb. Die Vielfalt der Gattungen ist das wechselnde Gesicht einer ethisch-kritischen Entschlossenheit, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Literaturfrühstück wird einige der Lebensthemen Canettis (Vorbilder, Verwandlung, Elemente der Macht) beleuchten und ihren Bezug zu persönlichen und historischen Schlüsselerlebnissen aufzeigen. Auch Canettis besondere Herangehensweise an seine Themen (u.a. die Bedeutung des Konkreten) soll Beachtung finden.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und so lange der Vorrat reicht.
Heide Helwig ist Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Mitherausgeberin der neu entstehenden Zürcher Ausgabe, der kritischen Ausgabe sämtlicher Werke von Elias Canetti. Der von ihr edierte Band Der Ohrenzeuge ist 2025 erschienen.
| Do. 09. April 2026, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| € 9/7 | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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