Ernst Jandl und die Jandl-Rezeption
Mit seinen berühmten Sprechgedichten und seiner lettristischen Dekomposition hat Ernst Jandl die experimentelle Lyrik seit der Nachkriegszeit maßgeblich geprägt. Im 100. Geburtsjahr des am 1. August 1925 in Wien geborenen Dichters widmen wir uns im Rahmen des Literaturfrühstücks seiner Lyrik, die über die Reflexion auf Schrift und die inszenierte Schriftbildlichkeit hinaus Lyrik als öffentliche Performance begreift, bei der die Stimme als solche verlautbar wird und Stimmlichkeit zum Gegenstand des Gedichtes gerät. Anhand der aufgezeichneten Rezitationen einiger Gedichte durch den Autor haben wir auch Gelegenheit, Jandls Stimme selbst zu vernehmen. Im Anschluss daran werfen wir einen Blick auf das Nachleben der Lautpoesie dieses Sprachvirtuosen in der Gegenwartsliteratur – von Jandl-Hommagen über die Paraphrase eines Jandl-Gedichtes bei Friederike Mayröcker bis zur Lautpoesie eines Michael Lentz.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und so lange der Vorrat reicht.
| Do. 04. Dezember 2025, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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