Ewa Lipska
Meine Zeit. Mein Leib. Mein Leben.Die Autorin gemeinsam mit dem Übersetzer Alois Woldan (Salzburg) aus dem Gedichtband „Meine Zeit. Mein Leib. Mein Leben“ und aus unveröffentlichten Übersetzungen. Ewa Lipska hat in ihren Gedichten überraschende Wendungen für die künstlich gewordene Natur und die kommerzialisierte Kultur gefunden: Die Sonne erscheint als „vergilbte Glühbirne“, der Himmel ist ein „abgerissener Wandvorhang“, und eine Landschaft besteht „ganz aus dem Aluminium des Raums und des Lichts“. Dichtung ist als „Verskonserve“ jederzeit verfügbar. In gleicher Weise führt sie Geschichte als Handelsobjekt vor („Die Geschichte brutto. Die Geschichte netto!“). Der Mensch ist zum politischen Instrument geworden: „Ich schalte das Volk ein“ / „Drehe das Volk nach rechts“. Aber Ewa Lipskas Gedichte gehen nicht auf in Aktualitäten und politischen Anspielungen. Die unverwechselbar eigenständige Bildwelt ihrer Lyrik hält viele Überraschungen bereit.
| Mi. 26. Februar 1992, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Alois Woldan | |
| Mitveranstalter: Österr. Polnische Gesellschaft |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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