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Lesungen & Gespräch

Franziska Füchsl & Tereza Krejčí

„Randland. Af d´ Vlatva, af d´Müh.“ Expedition in das Grenzgebiet Böhmerwald-Sumava
© Gregor Pirgie, Marek Podhora

Zwei Autorinnen bewegen sich durch Grenzgebiet, durch den Böhmerwald und das Siedlungsgebiet seiner Flüsse, der Mühl und der Moldau, „Müh“ und Vltava. Eine literarische Neuentdeckung und -vermessung des Böhmerwalds, moderiert vom Journalisten und Historiker Johannes Jetschgo.

Franziska Füchsl tastet sich in ihrem Buch „Am Rande der Müh“ über Ortsnamen und deren Geschichte, vor allem aber über die Mühlviertler Mund-Art durch die Zeit- und Raumzonen. Sie verwendet „Heimatliteratur“ ebenso wie Zeitungsreportage, erschließt Historie und Natur durch den Wechsel zwischen Hochsprache und Dialekt. Tereza Krejčí Essay „Der Pfarrer des Waldes“ folgt der Spur des tschechischen „Nationalschriftstellers“ und Grenzgängers Karel Klostermann (1848-1923). Als Böhmerwalddeutscher entschied er sich für das Schreiben in tschechischer Sprache, verwahrte sich aber gegen den aufflammenden Nationalismus. Er lenkte den Blick auf soziale Verwerfungen infolge von Naturkatastrophen und Raubbau in der Forstwirtschaft. Ein Moralist, der frühzeitig die Auswirkungen des Anthropozäns erkannte.

Franziska Füchsl, geb. 1991 in Putzleinsdor, wurde für ihr Buch „Am Rande der Müh“ (Edition Thanhäuser, 2026) mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet.
Tereza Krejčí, geb. 1981 in České Budějovice, ist Schriftstellerin, Regisseurin, Dramaturgin, Kuratorin und Kulturmanagerin.
Johannes Jetschgo, geb. 1956 in Linz, ist Journalist und Sachbuchautor.

Mi. 28. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Literaturhaus
Vollpreis: 12,– € | Ermäßigt: 10,– € | Mitglied: 8,– €
Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at
Moderation: Johannes Jetschgo
Büchertisch: Rupertus Buchhandlung