„Gefühlsalphabete“
Mehrsprachigkeit in der zeitgenössischen Literatur
Einsprachigkeit ist eine historisch wirkmächtige Norm, die lange Zeit als Voraussetzung für Autorschaft und literarisches Schreiben galt. Die im Kontext von Globalisierung und Migration entstandene Literatur macht allerdings das kreative und ästhetische Potential mehrsprachigen Schreibens sichtbar. Insbesondere Texte von Autor:innen, die mit ihrer Kultur auch die Sprache gewechselt haben und in einer anderen als der sog. „Muttersprache“ schreiben, geben Beispiele, wie Mehrsprachigkeit das Repertoire poetischer Verfahren erweitert.
Beim Literaturfrühstück wollen wir anhand ausgewählter Texte (u.a. von Ilma Rakusa, Lena Gorelik und Katja Petrowskaja) der neueren Literatur den „Charme“ mehrsprachiger Texte nachvollziehen und die vielfältigen Formen und Funktionen von Mehr- und Vielsprachigkeit diskutieren. Dabei werden Erzähltexte und Gedichte ebenso wie poetologische Essays in den Blick genommen.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
Eva Hausbacher ist Professorin für Slawistische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Salzburg.
| Do. 08. Januar 2026, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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