Günther Freitag & Walter Grond
Abland & Das FeldLesungen von Günther Freitag und Walter Grond (Droschl Verlag) Einleitung: Helene Hofmann Über Günther Freitags Roman „Abland“: Die Suche nach dem fehlenden Rhythmus, ohne den jeder Schritt zur kräfteraubenden Anstrengung wird, bestimmt das Leben des Studenten Georg Landauer. Wie sein Gehen ist ihm auch das Schreiben zur Qual geworden. Seine Arbeiten aus der Musikwissenschaft und der Volkskunde sind ins Stocken geraten. In seinem Studentenzimmer von der Außenwelt isoliert, die Silberfische im Waschbecken als einzige Gesprächspartner, schwankend zwischen humoriger Klarsicht und schierer Verzweiflung, überläßt sich Landauer immer häufiger einer Phantasiewelt, welche die dumpf-gewalttätige, Anpassung, Ordnung und meßbaren Erfolg fordernde Gesellschaft in skurrilen Episoden nachäfft oder sich aus pubertären Wunschträumen nährt, die – spielerisch-selbstironisch verfeinert – sexuelle Erfüllung und Siege über die ihm vorgesetzten Autoritäten ausmalen. Über all der Tristesse banaler Alltäglichkeit und unerfüllter Begierden steht mildernd die Macht der Musik.
Über Walter Gronds Roman „Das Feld“: Auf der Suche nach Lukas und seinen ethnographischen Schriften gelangt der Erzähler/die Erzähler zu einem Kunsthändler, der ihm eine Kellerwohnung unter seiner Galerie vermietet. Unheimliche Vorfälle prägen von Anfang an den Aufenthalt, die Person der Kunsthändlers gerät in ein immer schieferes Licht…
| Mi. 15. Januar 1992, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Einführung: Helene Hofmann | |
| Mitveranstalter: Rauriser Literaturtage |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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