Hanno Millesi
Zur Zeit der Schneefälle
In Rainers „Freizeitdeck“, seinem Wohnzimmer, bricht ein Loch auf, von einem Tag auf den anderen erscheint es in der Wand zum Nachbarn. Sein Rückzugsort, der ihm nach seiner Trennung wichtig ist, wird durch die Nachbarn Nolde gestört, diese wiederum sind vom unfreiwilligen Eindringling Rainer irritiert. Trotzdem läuft das Leben, durch den jeweils anderen beobachtet, weiter, nebenan geht die Reinigungskraft an die Arbeit und der Sohn kommt zum Sonntagsfrühstück – ein bloßes Abdecken des Lochs bringt keine Lösung für die Situation. In Hanno Millesis neuem Roman „Zur Zeit der Schneefälle“ sind die eigenen vier Wände durchlässig geworden, und werden es immer mehr, wenn durch das Radio beunruhigende Nachrichten in die Wohnung eindringen.
„Millesis eleganter Humor und sein genauer, unaufgeregter Erzählstil verleihen der absurden Situation noch mehr Aberwitz. Rätselhaft bleibt dieses zart komische bis schauerliche Kammerspiel bis zuletzt.“ (03.05.25, Barbara Beer Kurier.at)
Hanno Millesi, geb. 1966 in Wien, wo er als Autor lebt; er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt standen die Romane „Die vier Weltteile“ (2018) und „Der Charme der langen Wege (2021) auf der Longlist zum Österreichischen Buchpreis. Zuletzt erschien „Der junge Mann und das Meer. Erzählungen“ (Edition Atelier 2023).
| Mi. 08. Oktober 2025, 18:00 Uhr | |
| kura-t kunstraum traklhaus, Waagplatz 1A | |
| Eintritt frei | |
| Mitveranstalter: kura-t kunstraum traklhaus | |
| Büchertisch: Rupertus Buchhandlung |
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Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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