Hans Höller | Arturo Larcati
Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag
Die Geschichte von „Böhmen liegt am Meer“
Ingeborg Bachmann hat von ihrem schönsten Gedicht „Böhmen liegt am Meer“ gesagt, sie könne gar nicht glauben, dass sie es selbst geschrieben habe. Alles, was ihr Leben und Schreiben ausmacht, steht in diesem Gedicht. Die Entstehungsgeschichte gerade dieses Gedichts ist staunenswert und berührend: Ein Jahr nach der Trennung von Max Frisch und ihrem Zusammenbruch reiste die Dichterin im Jänner 1964 mit einem jungen Begleiter von Berlin nach Prag. Dieser Reise verdanken wir nicht nur „Böhmen liegt am Meer“, sondern einen bisher unbemerkt gebliebenen Gedichtzyklus.
Hans Höller und Arturo Larcati, beide Herausgeber der Salzburger Bachmann Edition, leuchten als Auftakt zur neuen großen Werkausgabe im Buch „Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag“ (Piper, 2016) die biografischen Hintergründe dieses Zyklus aus.
Hans Höller, geb. 1947, em. Professor am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg hat u.a. zahlreiche Monographien über Ingeborg Bachmann veröffentlicht. Seit 2014 arbeitet er am Salzburger Literaturarchiv als Gesamtherausgeber an der Ingeborg-Bachmann-Werkausgabe.
Arturo Larcati, Professor an der Universität Verona und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stefan Zweig Centre. Er arbeitet an der Salzburger Bachmann Edition mit.
| Di. 06. Dezember 2016, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Vollpreis: 8,– € | Ermäßigt: 6,– € | Mitglied: 4,– € | |
| Reservierung: Tel.: 0662/422 411 | |
| Büchertisch: Rupertus Buchhandlung |
SALZ 200/20150 Jahre SALZ
Wozu „SALZ“? 50 Jahre später –– Die Kunst der Literaturzeitschrift, so der Titel für das SALZ-Geburtstagsfest zum Jubiläum, weist einerseits auf die Verbindung von bildender Kunst und Literatur seit dem ersten Erscheinen von SALZ und verdeutlicht andererseits, was Literaturzeitschriften (Autor:innen, Künstler:innen und Herausgeber:innen) können: mit Sprache neue Welten schaffen, der literarischen Tradition kritisch verbunden, den dunklen und hellen Seiten in der Geschichte und politischen Fragestellungen gegenüber aufmerksam und offen bleiben.
Vieles hat sich geändert in 50 Jahren. Die Literatur hat ihren Stellenwert in der Stadt der Musik behauptet, viele ...
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