Heimat.Spuren
Heimat – ist das „das Land der Kindheit, voll rätselhafter Klänge“? Oder ist es nur der Ort, an dem einem alles vertraut ist, weil man dort geboren und aufgewachsen ist, alles zum erstenmal erlebte? Ist Heimat das Land, aus dem heraus ich meine Identität beziehe, als dessen Teil ich mich sehe, dessen Interessen ich deshalb verteidige? Oder ist es „die tägliche Herausforderung“, wie Vladimir Vertlib meint? Was erschreckt an Christoph Ransmayrs Wort „vergorene Heimat“? Der Begriff grenzt ein und aus, „in die, die eine Heimat hatten und/oder haben, und die, die keine haben oder aus ihrer Heimat vertrieben wurden/werden oder gar ermordet wurden“, sagt Elisabeth Reichart und spricht in diesem Zusammenhang von der „zerstörten Idylle“ und dem Schweigen, dem Verschweigen, das von diesem Ort ausgeht. Bekanntes hinterfragen. Gefährliche Aspekte einer auf sich selbst bezogenen Gemeinschaft in ihrer räumlichen Enge aufzeigen. Dem Eigenen mißtrauen. Vertrauenswürdiges aufspüren. Heimat. Suche. An fünf Abenden bietet die Literatur-Werkstatt mit Ilse Gottschall die Möglichkeit, Texte zeitgenössischer SchriftstellerInnen kennenzulernen und Lese-Erfahrungen über Texte zum Thema „Heimat“ auszutauschen.
| Mo. 05. März 2001, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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