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Lesung

Judith Schalansky

Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist
© Rene Fietzek

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir einbilde, die gesamte Weltgeschichte ließe sich anhand eines einzigen Gegenstandes erzählen.“

In ihrem neuen Buch stellt Judith Schalansky die Frage, wie wir die Welt verstehen. In drei windungsreichen Texten, die sich zwischen Essay und Erzählung bewegen, denkt die Autorin auf eine präzise Art und Weise über die Materialien der Welt nach und zeigt nicht zuletzt, wie das Schreiben selbst funktioniert.

Monate nach einer Begegnung auf einer Fähre vor der griechischen Insel Thassos beschäftigt Judith Schalansky ein riesiger Marmorblock. So geht die Reise weiter: zu Marmorsteinbrüchen, in Bildhauer-Ateliers und in die oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung. Im Rahmen eines Workshops an der Kunsthochschule von Guadalajara entsteht eine Performance über Bücher und Schriftkultur. Schließlich wird eine Rekonstruktion einer Besteigung des nebelverhangenen Brockens zum Ausgangspunkt für Überlegungen über das Ungewisse.

Dabei geht es um alles: das Gewicht der Erde, Arche Noah, Wrestling. Mit spielerischer Genauigkeit erschafft Judith Schalansky drei berührende poetologische Expeditionen (Suhrkamp Verlag).

Moderation: Werner Michler

Judith Schalansky, geb. 1980 in Greifswald, lebt in Berlin; zahlreiche Übersetzungen und Auszeichnungen, zuletzt der Lessing-Preis 2025. Ihr neuestes Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ ist 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen.

Mo. 18. Mai 2026, 19:30 Uhr
Literaturhaus
Vollpreis: 12,– € | Ermäßigt: 10,– € | Mitglied: 8,– €
Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at
Moderation: Werner Michler
Mitveranstalter: prolit
Büchertisch: Rupertus Buchhandlung