Katherina Braschel
Heim holen
Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und ihr traditionelles Leben nach 1945 dort fortgesetzt hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren Freund:innen stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das zur Zerreißprobe.
Mit ihrem ersten Roman „Heim holen“ erzählt Katherina Braschel vielstimmig von Erinnerung, Verdrängung und schmerzhafte Wahrheiten.
Katherina Braschel, geb. 1992 in Salzburg, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Katherina Braschel ist zudem Kulturveranstalterin, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2019 wurde sie mit den Rauriser Förderungspreis ausgezeichnet. Nach dem Prosaband „es fehlt viel“ (edition mosaik, 2020) ist „Heim holen“ ihr erster Roman.
| Mi. 29. April 2026, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 12,– € | Ermäßigt: 10,– € | Mitglied: 8,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at | |
| Büchertisch: Rupertus Buchhandlung |
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Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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