Kindheitsmuster
„Das Kind selbst aber, das zu erscheinen hätte? Kein Bild. Hier würde die Fälschung beginnen. Das Gedächtnis hat in diesem Kind gehockt und hat es überdauert.“ (Christa Wolf) Jeder Erwachsene war einmal Kind. Aber was ist „Kindheit“? Ein Stichwort für poetische Klischees von unbekümmerten Jahren uneingeschränkten Glücks? Oder ein Alptraum, voll Demütigungen, Enttäuschungen, Mangel an Verständnis seitens der Erwachsenen? Bekommt man seine Kindheit „über den Kopf gestülpt wie einen Eimer“, dessen Inhalt ein Leben lang an uns herunterrinnt? Nach welchen Mustern werden wir geprägt? Der „Tourismus in halbversunkene Kindheiten blüht“, ist derzeit sogar ein Lieblingsthema der ganz jungen deutschsprachigen Literatur. Anknüpfend an Christa Wolfs Roman „Kindheitsmuster“ werden auch andere exemplarische Textbeispiele vorgestellt, u.a. von Thomas Bernhard. Wie sehen zeitgenössische AutorInnen Kindheit, welche prägenden Muster glauben sie zu erkennen, und wodurch wird ihr Erinnerungsprozeß zu einem künstlerischen Produkt? Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck – wird Ilse Gottschall, Leiterin der Literatur-Werkstatt im Rahmen der „Leselampe“, einen Einblick in das Thema vermitteln und Leseanregungen vermitteln.
| Do. 06. Dezember 2001, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
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Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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