Laura Freudenthaler
Iris
„…schmerzt es dich manchmal, dass du in allem, was du anschaust, sofort die Struktur vor Augen hast?, nein, von der Struktur ausgehend sehe ich mehr.“
Was bedeutet es für eine Frau, dass Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg? Wie wirken wir selbst an der Geschichte mit, in der Gewalt immer weiter fortgeschrieben wird? Und wie können wir ihr entkommen?
Iris ist als Schriftstellerin viel auf Reisen. Es sind Momente des Einverständnisses, die sie bei Begegnungen unterwegs erlebt. Momente der Bekräftigung in einem Leben, das sich oft am Rand der Erschöpfung bewegt. Wieder zu Hause berichtet sie Anton von ihren Reisen, er zeigt Iris seinerseits die Fotografien, die er als Künstler macht. Die beiden teilen vieles, auch die Lust am sexuellen Spiel mit Gewalt und Unterwerfung. Während sich Iris’ Fantasie an der Geschichte der Hexenprozesse entzündet, drängen Erinnerungen aus ihrer Kindheit an die Oberfläche. Bis schließlich ihr Arrangement mit Anton eine tiefe Erschütterung erfährt.
Laura Freudenthaler, geb. 1984 in Salzburg, lebt in Wien, zuletzt erschien der Band „Arson“ (2023, Jung und Jung Verlag), zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt erhielt sie 2024 Anton-Wildgans-Preis. Der Roman „Iris“ ist im Jung und Jung Verlag erschienen.
| Do. 12. März 2026, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 12,– € | Ermäßigt: 10,– € | Mitglied: 8,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at | |
| Büchertisch: Rupertus Buchhandlung |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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