Liefering, Parsch, Hochkönig
Walter Kappachers Salzburg
In Romanen wie „Die Werkstatt“ (1975) und „Ein Amateur“ (1993) hat Walter Kappacher Salzburg literarisch eindrucksvoll in Szene gesetzt. Sie zeigen die Stadt abseits touristischer Klischees, als Ort der Arbeitswelt und der alltäglichen Mühsal. Dabei führen Kappachers literarische Stadt-Bilder auch vor Augen, wie stark sich Salzburg in den letzten Jahrzehnten verändert hat, wie einstige Peripherien längst Teil urbaner Betriebsamkeit geworden sind. In „Die Amseln von Parsch“ (2013) und „Ich erinnere mich“ (2018) blickt er schließlich noch einmal zurück auf seine Erfahrungen als Mechaniker-Lehrling, als Angestellter eines Reisebüros und junger Schriftsteller.
Neben der Stadt spielt auch das Land Salzburg eine wichtige Rolle in Kappachers Werk, am prominentesten im Roman „Der Fliegenpalast“ (2009), der von einem Aufenthalt Hugo von Hofmannsthals in Bad Fusch erzählt: ein Porträt des gealterten Dichters, aber auch ein Porträt dieses heute wenig bekannten Kurortes. – Peter Handke hat Kappachers Schreiben als „Expedition“ beschrieben, „wie man sie sich abenteuerlicher nicht wünschen kann“. Das Literaturfrühstück folgt den Spuren dieser Expedition durch Stadt und Land und stellt den 2024 verstorbenen Autor, auch anhand von Materialien aus dem Archiv, als genauen Beobachter und literarischen Kundschafter vor.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
Harald Gschwandtner ist als Literaturwissenschaftler (Literaturarchiv Salzburg), Lektor und Literaturkritiker in Salzburg tätig.
| Do. 08. Mai 2025, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 200/20150 Jahre SALZ
Wozu „SALZ“? 50 Jahre später –– Die Kunst der Literaturzeitschrift, so der Titel für das SALZ-Geburtstagsfest zum Jubiläum, weist einerseits auf die Verbindung von bildender Kunst und Literatur seit dem ersten Erscheinen von SALZ und verdeutlicht andererseits, was Literaturzeitschriften (Autor:innen, Künstler:innen und Herausgeber:innen) können: mit Sprache neue Welten schaffen, der literarischen Tradition kritisch verbunden, den dunklen und hellen Seiten in der Geschichte und politischen Fragestellungen gegenüber aufmerksam und offen bleiben.
Vieles hat sich geändert in 50 Jahren. Die Literatur hat ihren Stellenwert in der Stadt der Musik behauptet, viele ...
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