Marie Jahoda gelesen von Maria Hofstätter
Arbeitslose bei der ArbeitIm Jahr 1938 führte die Sozialwissenschafterin Marie Jahoda, bekannt als Ko-Autorin der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, eine Feldforschung über ein Selbsthilfeprojekt für Arbeitslose im Eastern Valley, Südwales durch. Die Region wurde 150 Jahre vom Kohlebergbau beherrscht. Die ab den 1930er Jahren einsetzende Weltwirtschaftskrise stürzte viele Bergarbeiter in Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Familien in die Verelendung.
Etwa zur selben Zeit arbeitete George Orwell an einer Reportage über die Lebensbedingungen der britischen Bergarbeiter, die 1937 unter dem Titel „Der Weg nach Wigan Pier“ erschien. Auch seine Arbeitsweise ist ethnografisch und kann als Feldforschung beschrieben werden.
Die Schauspielerin Maria Hofstätter liest aus beiden Texten.
Der Soziologe Meinrad Ziegler erläutert die historischen Zusammenhänge und versucht, Beziehungen zwischen beiden Texten herzustellen.
Jahodas Forschungsbericht ist 2019 in einer kommentierten Neuauflage, herausgegeben von Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler, im Studienverlag erschienen.
| Do. 17. Juni 2021, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 10,– € | Ermäßigt: 8,– € | Mitglied: 6,– € Anmeldung erforderlich | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at | |
| Moderation: Meinrad Ziegler |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
Aktuelle Ausgabe bestellen SALZ 202

Nahaufnahmen 31
SALZ 200/201
50 Jahre SALZ
SALZ 199