Martin Prinz & Anna Felnhofer
Eingriffe am offenen Herzen. Die Wirklichkeitsüberprüfungsmaschine Literatur
Selten zuvor haben sich die Menschen so viel erzählen lassen. Selten zuvor waren Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion schwerer zu fassen. Und der Grat zwischen Glauben und Unglauben war noch nie derart ununterscheidbar von vorgeschobener Gleichgültigkeit wie tiefgründiger Beunruhigung überdeckt. Wo sich jedes Factchecking in den Maschinerien der ununterbrochenen Erzählungen des Alltags hilflos ausnimmt, ist es literarischem Erzählen stets von vornherein eingeschrieben. Literatur ist nie bloßer Spiegel der Welt, nie nur Brechung, sondern immer auch beides ihrer eigenen Mechanik, Perspektive, Form und Materialität gegenüber.
Autor Martin Prinz und Autorin und Psychologin Anna Felnhofer darüber, welche Rolle Recherche und fiktionale Strategien in ihrer künstlerischen Arbeit spielen.
Die Reihe StreitBar bringt Autor*innen ins Gespräch über Aspekte literarischen Schaffens. StreitBar meint, die eigene Position zu formulieren und zur Diskussion zu stellen. Die eingeladenen Autor*innen verfassen Essays, die nach der Veranstaltung in der Literaturzeitschrift SALZ nachzulesen sind.
StreitBar mit Martin Prinz und Yevgeniy Breyger: Montag, 12. Oktober 2026, 19:00, Literarisches Quartier Alte Schmiede Wien
Martin Prinz, geb. 1973 in Wien, wo er als Schriftsteller lebt, zuletzt erschien der Roman „Die letzten Tage“ (Jung und Jung Verlag, 2025)
Anna Felnhofer, geb. 1984 in Wien, wo sie als Autorin und Psychologin lebt, zuletzt erschien der Roman „Prosopon“ (Luftschacht Verlag, 2026)
| Di. 13. Oktober 2026, 19:00 Uhr | |
| Antiquariat Weinek, Steingasse 14 | |
| Vollpreis: 12,– € | Ermäßigt: 10,– € | Mitglied: 8,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422781 oder leselampe@literaturhaus-salzburg.at | |
| Mitveranstalter: Alte Schmiede Kunstverein Wien | |
| Büchertisch: Antiquariat Weinek |
SALZ 204Erste Lektüren II
Gut zwei Jahre ist es her – Sie als SALZ-Leser:in, als SALZ-Abonnent:in erinnern sich – dass wir eine Ausgabe Ersten Lektüren gewidmet haben. Die Zahl der teilnehmenden Autor:innen war groß. Und trotzdem nicht vollständig. Gerade die Erfahrungen der Autor:innen, die für Kinder und Jugendliche schreiben, hätte SALZ damals in größerem Umfang nicht aufnehmen können. Aber wir wollen sie auch lesen, die Geschichten ihrer ersten Lektüren, ihrer Hör- und Lesewelten. Und wir haben mit Peter Fuschelberger vom Jungen Literaturhaus einen Kenner und erfahrenen Literaturvermittler als Freund. Ihn einzuladen, SALZ Erste Lektüren ...
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