Martin Walser
Finks KriegDa ist der Beamte Fink, der mit Leidenschaft seiner Tätigkeit im Amt nachkommt. Doch dann verliert seine Partei die Landtagswahl,und Fink soll „umgesetzt“ werden. Fink kämpf dagegen an, schwere Vorwürfe gegen ihn werden erfunden- und der Kampf geht weiter, über Jahre. Während am Anfang noch Freunde sich seiner annehmen, finden sich immer mehr Namen seiner ehemaligen Freunde auf seiner Liste der Feinde. Selbst für die Familie ist dieser „Kriegszustand“ über Jahre hin kaum mitzutragen, und sogar Fink beginnt sich zu entzweien. Die eine Seite in ihm versucht, endlich aufzuhören mit diesem Kampf nach nicht mehr möglicher Rehabilitation, die andere arbeitet nach wie vor für politische Gerechtigkeit, auch wenn dadurch das ganze Leben zerstört wird. Kann man einen Roman basierend auf der Beamtenlaufbahn eines Menschens schreiben? Martin Walser hat dies bewiesen. Man kann ihn nicht nur schreiben, diesen Roman, man kann ihn auch spannend erzählen und aus dieser Romanfigur einen Romanhelden machen.
| Di. 03. Dezember 1996, 20:00 Uhr | |
| Stiegl's Braugewölbe, Maxglan | |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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