Melitta Breznik
NachtdienstDie routinemäßige Konfrontation der Ärztin mit einem Toten im Obduktionsraum ruft Erinnerungen wach: an eine andere Nachtschicht, an einen anderen Toten, der sich nicht so leicht verdrängen lässt, weil es der eigene Vater war. „Nachtdienst“ sind bruchstückhafte Erinnerungen an die Kindheit in einer kleinen steirischen Industriestadt, an die Familie: Die aus Deutschland zugereiste und nie wirklich seßhaft und glücklich gewordene Mutter, den Vater, der ein unbefriedigendes Arbeiterleben führte und, zum Alkoholiker geworden, in einem Pflegeheim starb.
| Fr. 19. April 1996, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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