50 Jahre Salzburger Literaturforum Leselampe
Lesung

Reinhard Kaiser-Mühlecker

Magdalenaberg
© Michaela C. Theurl

Es gibt Situationen, die das Ende der Kindheit bedeuten, die einen plötzlich zu einer Entscheidung befähigen, für die man doch eben noch eigentlich nicht alt genug war, und es gibt Erlebnisse, die einen plötzlich erwachsen machen. Joseph, der Ich-Erzähler in Reinhard Kaiser-Mühleckers neuem Roman „Magdalenaberg“, ist erwachsen, aber in seinem Leben sind noch viele Fragen offen, wie etwa zu seiner Beziehung zu Katharina. „Magdalenaberg“ erzählt von einem jungen Mann, der eigentlich an seiner Abschlussarbeit sitzt, dem sich aber nach dem Tod seines Bruders Wilhelm ganz andere Lebensfragen stellen. Schon der Debütroman „Der lange Gang über die Stationen“ des jungen Oberösterreichers überzeugte gleichermaßen Leser und Medien. So schrieb u.a. Robert Kämmerling in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Ein Buch, das genauso aus der Zeit gefallen scheint wie seine Hauptfigur, und das genauso unvergesslich bleibt.“ Auch in seinem neuen Buch faszinieren wieder die so ruhige und doch dramatische Erzählweise und der genaue Blick dieses jungen Autors. Reinhard Kaiser-Mühlecker, geboren 1982 in Kirchdorf an der Krems, wuchs auf dem elterlichen Hof in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Als Literat war er 2007 Stipendiat des Herrenhauses Edenkoben. 2008 debütierte er mit dem Roman „Der lange Gang über die Stationen“ (Hoffmann & Campe), für den ihm unter anderem der Jürgen-Ponto-Literaturpreis und das Hermann-Lenz Stipendium verliehen wurden. 2009 erschien im Verlag Hoffmann & Campe sein zweiter Roman „Magdalenaberg“.

Di. 9. März 2010, 20:00 Uhr
Literaturhaus Salzburg
Mitveranstalter: Kulturkreis „Das Zentrum“, Stadtbibliothek Radstadt