SAID
Dieses Tier, das es nicht gibt„der beo geht nie allein in kaufhäuser. er liest auch keine bücher, denn er meint, bildung bringe das tier dem menschen zu nah.“ SAID läßt die literarische Tradition des Bestiariums wieder aufleben und hat mit seinem neuen Buch ein witziges, manchmal surrealistisches Panoptikum geschaffen, das mit Spott, Ironie und Erotik nicht spart. Vom Albatros bis zur Zikade werden 74 ziemlich menschliche Tiere mit wenigen, präzisen Worten vorgestellt. Der in Teheran geborene und heute in München lebende Schriftsteller SAID versteht es gekonnt, zwischen den Kulturen zu changieren, spielt mit der Sprache, deren Bilder aus dem Orient ebenso kommen wie aus der christlichen Symbolik. Seine Liebe zum Sprachspiel ist aber auch getragen von der Erkenntnis der Politik der Sprache. „SAID bereichert die deutsche Literaturlandschaft“ (Neue Zürcher Zeitung)
| Di. 22. Februar 2000, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 205Das Gedicht ergibt sich nicht
Neue Gedichte von 21 Lyrikerinnen und Lyrikern sind in disem SALZ zu lesen. Sie führen von Japan bis auf den Karst, von Italien nach Georgien. Aber wichtiger als die geografischen Orte sind die Sprach- und Worträume, die sie öffnen. Margret Kreidl hat diese Ausgabe geplant, die Vorgabe für die eingeladenen Autor:innen war lediglich, sich auf zwei Seiten zu beschränken. Und es ist ihr gelungen, eine Vielfalt der Gegenwartslyrik in SALZ zu versammeln – von Uljana Wolf und Gerhard Rühm bis zu Carla Lorenz und Natascha Gangl, die mit „Die Folgen“ die genau konzipierte Lyrik-Ausgabe eröffnet.
In den einleitenden ...
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