Stimmenauftritte
Karl Kraus und das Radio
Karl Kraus wird zurecht als kritischer beziehungsweise mindestens ambivalenter Beobachter der technischen Entwicklungen seiner Gegenwart rezipiert. Allerdings finden wir in seinem Œuvre auch eine ganze Reihe von Belegen und Tonaufnahmen, die seine (Stimm-)Auftritte für das Radio beziehungsweise auf Schallplatte zu Beginn der 1930er Jahre dokumentieren. Im Rahmen des Literaturfrühstücks wollen wir uns gemeinsam diesem bemerkenswerten medialen Verhältnis ein wenig genauer widmen: Wie ist es zu verstehen, wenn sich Kraus gleichzeitig als „Stimmenimitator“ und als „Hellhörer von Stimmen“ bezeichnet? Welche Rolle spielt das Radio für Kraus’ Verständnis von Literatur? Wo steht Kraus in der Geschichte des frühen Radios sowie der frühen Hörspieltradition, wie sie vor genau hundert Jahren begründet worden ist? Was hat er aber auch an dem damals noch jungen Medium auszusetzen? Und vor allem: Wie klingt Kraus eigentlich?
Thomas Traupmann, Literaturwissenschaftler an der Universität Salzburg, gibt beim Literaturfrühstück Einblicke in den Zusammenhang von Karl Kraus Werk und der Geschichte des Radios.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
| Do. 05. Dezember 2024, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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