Literaturfrühstück mit Patricia Deiser

Text/Metropolen. Die Großstadt in der Literatur

© Fritz Lorber

Metropolen, Welt-Städte werden immer öfter zu Metaphern für moderne Welterfahrung. New York, London, Paris, Berlin, Tokio – als Sinnbilder ständiger Veränderung und Vielfalt haben Metropolen weitreichenden Einfluß auf die kulturelle Praxis, geben Impulse gleichermaßen für Lebens-, Denk-, Konsum- und Kunststile. Auch für und in der Literatur eröffnet sich ein Kaleidoskop an Wahrnehmungsformen, Bedeutungen und „Lesarten“ rund um die Großstadt: Mittels unterschiedlicher literarischer Verfahren setzen sich Großstadt-Texte mit gesellschaftlich-kulturellen Phänomenen und Entwicklungen auseinander. „text/metropolen“ fungieren als Brennglas für Pluralitäten, Zwiespältigkeiten und Ambivalenzen (moderner) Urbanität. Die Großstadt wird zur Projektionsfläche unterschiedlicher Erwartungen, Ängste und Klischees; Realität und Fiktion stehen dabei in einem ständigen Spannungsverhältnis zueinander. Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck – geht Patricia Deiser, Medien-, Kunst- und Kulturwissenschafterin aus der Kleinstadt Salzburg der Großstadt als Topos in der Literatur nach und begibt sich anhand ausgewählter Textbeispiele auf literarische Streifzüge durch „Asphaltschluchten“ und „Stahlbaumwälder“ verschiedener text/metropolen.

Do. 8. Mai 2003, 10:30 Uhr
Literaturhaus Salzburg