Thomas Lehr
Die ErhörungBekannt geworden ist Thomas Lehr mit seinem Roman „Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade“, für den er 1994 den Rauriser Literaturpreis erhielt. Der Text entlarvt die Gesetze des Literaturbetriebs und vergleicht den Kampf des Schriftstellers Zweiwasser um das literarische und seelische Überleben mit dem Trojanischen Krieg. In seinem erst 1995 veröffentlichten ersten Roman „Die Erhörung“ bearbeitet der Autor das Thema der subjektiven Erfahrung von Vergangenheit. Der junge Historiker Anton Mühsal dringt weiter als erlaubt in die Geschichte ein. Er wird mitgerissen von der Gewalt, er erlebt mit, wo es schützender wäre, bloß zu registrieren. Die Folge ist eine Psychose, in der die Toten zum Leben erwachen und alles in einem sichtbar wird. Die Entscheidung für die Liebe ist schließlich der Rettungsanker.
| Mi. 20. September 1995, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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