… und wieder Schnüffler
Während die einen hinter Kriminalfällen schnüffeln, stecken die anderen ihre Nase in das Leben großer Persönlichkeiten. Ian Hamilton schreibt über sie: „Literarische Biographen sind eine schräge Truppe – sie sind von ganzem Herzen Schnüffler und sehnen sich danach, daß ihre Objekte in Aktion treten. Häufig sind sie jedoch verurteilt lediglich innere Aufstände aufzuzeichnen. Daher besteht die Tendenz, jeden Kontakt aufzublasen, den ihr Objekt mit dem äußerlichen, öffentlichen Chaos seiner Zeit gehabt haben könnte.“ Was ist das Faszinierende für uns LeserInnen, einzudringen in die Sichtweise einer Person? Was veranlaßt Biographen, sich so intensiv mit anderen Menschen auseinandersetzen? Letztere Frage kann natürlich nur von einem Biographen selbst beantwortet werden. Und da auch Autoren dieser Art Kaffee und Kipferl zum Frühstück bevorzugen, wird Gerald Lehner, der „Die Biographie des Philosophen und Ökonomen Leopold Kohr“ geschrieben hat, anwesend sein und mit uns frühstücken. Wie immer: Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, nur Neugier und Diskussionsbereitschaft, sowie Gusto auf ein – meist wohl zweites – Frühstück.
| Do. 06. Februar 1997, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Eintritt frei |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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