… vom Reichtum der Kultur
Eigentlich will man die Diskussion schon nicht mehr – die Diskussion ums Geld im Kulturbetrieb, die Diskussion um die Kulturpolitik! Eigentlich will man inhaltlich arbeiten und kulturelle Akzente setzen. Und dennoch kommt man nicht darüber hinweg. Durch die Abschaffung des Kunstministeriums und die Eingliederung aller künstlerischen Angelegenheiten in ein Staatssekretariat, das verschiedene andere Aufgaben ebenfalls zu übernehmen hat, muß die Frage der österreichischen Kulturpolitik erneut und sehr heftig diskutiert werden. Mehrere kulturelle Institutionen protestieren bereits gegen den Imageverlust der Gegenwartskunst im Regierungsgefüge und in der Öffentlichkeit, gegen einen internationalen Imageverlust, gegen eine weitere Zersplitterung der Kunst-, Kultur- und Bildungsaufgaben des Staates. Welche Aufgaben hat nun die Kulturpolitik in einem so hoch entwickelten Staat wie Österreich? Ist die Abschaffung eines Kunstministeriums lediglich ein Problem für Kunstschaffende und Kunstvermittler oder betrifft es alle ÖsterreicherInnen? Auch wenn dieses Literaturfrühstück einen härteren Brocken zur Diskussion stellt – die Kipferl sind wie immer resch und frisch. Tee und Kaffee tragen das ihre dazu bei, daß verschiedene Meinungen angehört und besprochen werden können.
| Do. 06. März 1997, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Eintritt frei |
SALZ 205Das Gedicht ergibt sich nicht
Neue Gedichte von 21 Lyrikerinnen und Lyrikern sind in disem SALZ zu lesen. Sie führen von Japan bis auf den Karst, von Italien nach Georgien. Aber wichtiger als die geografischen Orte sind die Sprach- und Worträume, die sie öffnen. Margret Kreidl hat diese Ausgabe geplant, die Vorgabe für die eingeladenen Autor:innen war lediglich, sich auf zwei Seiten zu beschränken. Und es ist ihr gelungen, eine Vielfalt der Gegenwartslyrik in SALZ zu versammeln – von Uljana Wolf und Gerhard Rühm bis zu Carla Lorenz und Natascha Gangl, die mit „Die Folgen“ die genau konzipierte Lyrik-Ausgabe eröffnet.
In den einleitenden ...
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