Wie Stefan Zweig schreibt
Als produktiver und populärer Autor war und ist Stefan Zweig regelmäßig Vorurteilen ausgesetzt, die bereits zu Lebzeiten kursierten – dazu gehört Karl Kraus’ süffisante Behauptung, Zweig habe alle Sprachen der Welt erobert bis auf eine, nämlich Deutsch.
Doch wie gestaltet sich der Schreibprozess bei Zweig? Von der Forschung, in der die erwähnten Vorurteile ebenfalls eine Rolle spielen, ist Zweigs Arbeitsweise bislang noch verhältnismäßig wenig berücksichtigt worden. Das ändert sich aktuell nicht zuletzt durch die erste kritische Ausgabe des erzählerischen Werks, der Salzburger Ausgabe (2017 bis 2024 in sieben Bänden im Zsolnay Verlag). Vermittels eines Blickes auf ausgewählte Archivmaterialien aus der Stefan Zweig Collection in Fredonia (USA) und dem Literaturarchiv Salzburg wollen wir uns der Frage nach Zweigs literarischem Arbeitsprozess annähern und gemeinsam einige aufschlussreiche Entdeckungen in Bezug auf Ordnungsverfahren der Materialien, eingesetzte Schreibmedien und weitere am Arbeitsprozess beteiligte Personen machen.
Simone Lettner ist Literaturwissenschaftlerin am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg. Beim Literaturfrühstück gibt sie Einblicke in Stefan Zweigs Schreibprozesse.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
| Do. 05. Juni 2025, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 205Das Gedicht ergibt sich nicht
Neue Gedichte von 21 Lyrikerinnen und Lyrikern sind in disem SALZ zu lesen. Sie führen von Japan bis auf den Karst, von Italien nach Georgien. Aber wichtiger als die geografischen Orte sind die Sprach- und Worträume, die sie öffnen. Margret Kreidl hat diese Ausgabe geplant, die Vorgabe für die eingeladenen Autor:innen war lediglich, sich auf zwei Seiten zu beschränken. Und es ist ihr gelungen, eine Vielfalt der Gegenwartslyrik in SALZ zu versammeln – von Uljana Wolf und Gerhard Rühm bis zu Carla Lorenz und Natascha Gangl, die mit „Die Folgen“ die genau konzipierte Lyrik-Ausgabe eröffnet.
In den einleitenden ...
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