Xaver Bayer | Hanno Millesi
Austropilot. Prosa und Lyrik aus österreichischen Literaturzeitschriften der 1970er-Jahre
Österreichische Literatur zum Kilopreis: Am Bücherflohmarkt kam den beiden Schriftstellern Xaver Bayer und Hanno Millesi die Idee, Literaturzeitschriften, die zwischen 1970 und 1980 in Österreich herausgegeben wurden, nach vielfältigsten literarischen Schätzen zu durchforsten – Material war ausreichend vorhanden, erschienen Mitte der 1970er in Österreich doch etwa 130 unterschiedliche Literaturzeitschriften. In diesen Publikationen eröffnete sich Literaturschaffenden eine Bandbreite, die von „renommierten Magazinen“, über „formal ausgerichtete oder rührend-konservative Spielwiesen“ bis hin zu „bizarren Undergroundausgaben“ reichte, wie die Herausgeber festhalten. Innerhalb dieses Spektrums finden sich Zeitschriften wie „Freibord“, „Föhn“, „Wortmühle“, „pult“, aber auch die beiden Salzburger Publikationen „Projektil“ und „SALZ“, die seit 1975 erscheint.
Das Ergebnis der Schatzsuche ist eine Anthologie, die den Leserinnen und Lesern Wieder- und Neuentdecktes zugänglich macht, viele Verfasser haben es nicht in den Kanon geschafft, sind aber mit ausgezeichneten Texten in „Austropilot“ aufgenommen. Hanno Millesi und Xaver Bayer zeigen, dass das „identitätsstiftende Medium“ Zeitschrift das „gesamte Panorama (kultur-)politischer wie auch ästhetischer Lager“ in der Kultur Österreichs abbilden kann.
Die beiden Herausgeber werden mit Erwin Einzinger und Christine Heidegger, die selbst in der Anthologie mit Texten vertreten sind und daraus lesen werden, ein Gespräch führen.
Xaver Bayer, 1977 in Wien geboren, lebt und arbeitet als Schriftsteller in Wien. Von ihm erschienen „Geheimnisvolles Knistern aus dem Zauberreich“ (Jung und Jung Verlag, 2014), „Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen“ (Jung und Jung Verlag, 2011), „Heute könnte ein glücklicher Tag sein“ (Jung und Jung Verlag, 2001).
Hanno Millesi, 1966 in Wien geboren, lebt als Schriftsteller und Künstler in Wien. Publikationen (Auswahl): „Der Schmetterlingstrieb“ (Edition Atelier, 2016), „Venusatmosphäre“ (Edition Atelier, 2015) und „Granturismo“ (Luftschacht Verlag, 2012).
| Mo. 22. Mai 2017, 19:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Eintritt frei | |
| Reservierung: 0662/422 411 | |
| Mitveranstalter: Grazer Autorinnen Autorenversammlung Sbg. |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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