„Züri brennt, Salzburg pennt!“
Salzburger Gegenkultur der 1970er und 1980er Jahre
Anhand von Fotos, Programmen, Korrespondenzen, sowie einzelnen Tonaufnahmen aus dem Literaturarchiv Salzburg begeben wir uns beim Literaturfrühstück auf eine Spurensuche nach den unzähligen Kulturinitiativen, die in den 1970er und 1980er Jahren in der Stadt Salzburg entstanden sind. Wer kennt neben der seit 1975 bestehenden Zeitschrift „SALZ“ heute noch die damals aus dem studentischen Umfeld hervorgegangene Schreibgruppe „projekt-IL“, die Kulturinitiative „Gegenlicht“ oder die Debatten um ein Kulturzentrum im 1968 großteils abgebrannten Petersbrunnhof (heute Sitz des Schauspielhauses Salzburg und des Orchesterraums des Mozarteums)? Auch das ehemalige Brauereiareal am Rainberg war ein Brennpunkt junger, kulturell engagierter Aktivistinnen und Aktivisten, aus dem sich die ARGE Kulturgelände Nonntal entwickelt hat. Viele der damals als Gegenentwurf zur etablierten Hochkultur wie den Festspielen entstandenen Kultureinrichtungen, die heute aus Salzburg nicht mehr wegzudenken sind, gehen auf die Initiative einzelner Personen zurück, so etwa Alfred Winter, der die Szene der Jugend ins Leben gerufen hat, oder Christian Wallner, dem Mitbegründer des MotzArt-Festivals.
Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.
Bernhard Judex ist Senior Scientist am Literaturarchiv Salzburg, zuletzt erschien „Hermann Bahr und Salzburg“ (Anton Pustet Verlag 2023, Hrsg. gem. mit Manfred Mittermayer); Mitarbeit an „Festspiele in Salzburg. Quellen und Materialien zur Gründungsgeschichte“ (Böhlau Verlag 2020 und 2025, hrsg. v. Robert Hoffmann).
| Do. 06. November 2025, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 7,– € | Ermäßigt: 5,– € | Mitglied: 5,– € | |
| Reservierung: T. 0662 422 411 oder karten@literaturhaus-salzburg.at |
SALZ 200/20150 Jahre SALZ
Wozu „SALZ“? 50 Jahre später –– Die Kunst der Literaturzeitschrift, so der Titel für das SALZ-Geburtstagsfest zum Jubiläum, weist einerseits auf die Verbindung von bildender Kunst und Literatur seit dem ersten Erscheinen von SALZ und verdeutlicht andererseits, was Literaturzeitschriften (Autor:innen, Künstler:innen und Herausgeber:innen) können: mit Sprache neue Welten schaffen, der literarischen Tradition kritisch verbunden, den dunklen und hellen Seiten in der Geschichte und politischen Fragestellungen gegenüber aufmerksam und offen bleiben.
Vieles hat sich geändert in 50 Jahren. Die Literatur hat ihren Stellenwert in der Stadt der Musik behauptet, viele ...
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