Abbas Khider
Brief in die AuberginenrepublikOktober 1999 – im Irak herrscht Saddam Hussein, in Libyen Gaddafi, in Ägypten Mubarak, in Syrien Hafiz al-Assad und in Jordanien König Abdullah II bin Hussein. Die arabische Facebook- und Twitter-Revolution gegen die Despoten ist noch fernste Zukunft. Das nach dem Golfkrieg verhängte Handelsembargo treibt die irakische Bevölkerung ins Elend – einzig Auberginen gibt es im Überfluss, sodass die Iraker ihrem Land den Beinamen „Auberginenrepublik“ verpasst haben. Abbas Khider erzählt von Salim, der sich im libyschen Exil als Bauarbeiter durchschlägt und wieder Kontakt mit seiner Familie und seinen Freunden aufnehmen will. Aber einen Brief an der Zensur vorbeizuschicken, ist ein langwieriges und gefährliches Abenteuer. Doch dann erfährt er in Bengasi von einem die ganze arabische Welt überspannenden Netzwerk von illegalen Briefboten.
„Abbas Khider ist eine enorme Bereicherung für die deutsche Gegenwartsliteratur.“ (Denis Scheck)
Abbas Khider, geb.1973 in Bagdad, floh 1996 nach einer Verurteilung und einer zweijährigen Gefängnisstrafe aus dem Irak, seit 2000 lebt er in Deutschland. Für seine Literatur erhielt er zahlreiche Preise, u.a. 2013 den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil und den Nelly-Sachs-Preis. Der Roman „Brief in die Auberginenrepublik“ erschien 2013 im Nautilus Verlag.
| Di. 29. April 2014, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus | |
| Vollpreis: 8,– € | Ermäßigt: 6,– € | Mitglied: 4,– € Anmeldung erforderlich |
SALZ 205Das Gedicht ergibt sich nicht
Neue Gedichte von 21 Lyrikerinnen und Lyrikern sind in disem SALZ zu lesen. Sie führen von Japan bis auf den Karst, von Italien nach Georgien. Aber wichtiger als die geografischen Orte sind die Sprach- und Worträume, die sie öffnen. Margret Kreidl hat diese Ausgabe geplant, die Vorgabe für die eingeladenen Autor:innen war lediglich, sich auf zwei Seiten zu beschränken. Und es ist ihr gelungen, eine Vielfalt der Gegenwartslyrik in SALZ zu versammeln – von Uljana Wolf und Gerhard Rühm bis zu Carla Lorenz und Natascha Gangl, die mit „Die Folgen“ die genau konzipierte Lyrik-Ausgabe eröffnet.
In den einleitenden ...
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