SALZ - Aktuelle Ausgabe

SALZ 176

Zu Thomas Bernhard

Seit dreißig Jahren ist Thomas Bernhard nun schon tot und doch ist er präsent wie kaum ein österreichischer Schriftsteller. Die Flut der Bücher zu seinem, seinen Häusern, die Zahl der Bildbände und Erinnerungstexte ist groß. Sollte da eine Literaturzeitschrift mitziehen, gibt es noch etwas an Thomas Bernhards Leben und Werk, das nicht ausgeleuchtet ist?
Die Beiträge der von uns eingeladenen Autorinnen und Autoren zeigen, es war eine gute Idee. Thomas Bernhard – einst umstritten, jetzt bewundert – prägt mit seinem Stil und seiner Österreichbetrachtung viele ZeitgenossInnen und GegenwartsautorInnen. Denn im Mittelpunkt der Essays, Selbstanalysen und Nachdichtungen in dieser SALZ-Ausgabe steht die Literatur von Thomas Bernhard.
Wir bedanken uns bei allen AutorInnen, die sich mit Thomas Bernhard, seiner Literatur und seinen Widersprüchen auseinandersetzen.
Einleitend zeigt Harald Gschwandtner in seinem aspektreichen Text „Schreiben nach Thomas Bernhard“, welche Herausforderung es für AutorInnen war und ist, nach dem Tod des „Giganten“ (Elfriede Jelinek) eine eigenen Position zu finden.
Der Salzburger Künstler Bernhard Braumann, mit Thomas Bernhard bekannt, hat für diese SALZ-Ausgabe einige seiner faszinierenden Lithografien zur Verfügung gestellt – wir bedanken uns sehr herzlich dafür.
Freuen Sie sich auf die sehr unterschiedlichen Zugänge, holen Sie sich die Anregung, Thomas Bernhard wieder (neu) zu lesen und entdecken Sie aktuelle Literatur.

Wir wünschen Ihnen einen schönen, erholsamen und literaturreichen Sommer

Barbara Stasta & Magdalena Stieb

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Inhalt SALZ 176

4
„Und keiner wird je mit ihm mithalten können“?
Harald Gschwandtner
6
Was mir beim Besuch des Bernhard-Grabes am Grinzinger Friedhof durch den Kopf ging.
Alois Brandstetter
9
Bernhard-Bernhard
Bodo Hell
11
Die Ansteckung
Barbi Markovic
14
Der Maskenträger
Kurt Palm
17
Die Abwesenheit
Linda Stift
21
Der Keller
Thomas Bernhard
27
Eine Gebetsmühle literarischer Gerechtigkeit
Lydia Mischkulnig
29
Rettung und Ohnmacht
Thomas Stangl
32
Schwarzach–St. Veit
Birgit Birnbacher
40
Der angewandte Bernhard
Mario Schlembach
44
Zeit für Zehen
Renate Silberer
46
„Weil das Leben ist ein Ausschlachten“
Thomas Mulitzer
49
Gedichte und Anagramme
Roswitha Klaushofer
52
Tombola II
Michael Stavarič
55
„Korrektur“ lesen in Kairo
Youssef Rakha
57
… erst im dritten Leben.
Hans Weichselbaum
59
Erinnertes
Hans Weichselbaum
61
Identität: Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird
Laura Freudenthaler