Breakfast, Read’N’Roll
Einst waren es Minnesänger, die zur Feder und in die Saiten griffen. Heute rappen Dichter und bringen so neuen Rhythmus in ihre Texte. Aber auch Stars der Musikwelt dringen ein in die Verzauberung und Macht der Sprache. Einerseits gibt es also MusikerInnen, die schreiben, dann gibt es DichterInnen, die musizieren, und als letztes Glied dieser Kette – die HörerInnen von Musik und LeserInnen von Texten. War es die Sprache oder die Musik, die die Herzen der angehimmelten Frauen der Minnesänger zum Schmelzen brachte? Hören wir Reinhard Mey und seine Liedermacherkollegen so gerne (oder auch nicht), weil wir ihre Texte mögen, oder weil ihre Musik in unseren Ohren noch lange nachhallt? Und wie beurteilen wir die Texte von Jim Morrison, dem poetischen Kopf der legendären Rockgruppe „The Doors“? Hätte Ernst Jandl nicht schon lange „ausgejandelt“, wäre nicht so viel Sprachmelodie und Sprachrhythmus in seinen Gedichten zu finden? Aber auch große Romane, in denen Musikgenies – verkannte oder auch nicht – eine große Rolle spielen, können zur Diskussion gebracht werden. Musik und Literatur – eine uralte, traditionelle Kombination, die wir LeserInnen wahrnehmen oder vielleicht auch nicht, die wir lieben oder auch nicht. Auch zu diesem Literaturfrühstück sind natürlich wieder alle herzlich eingeladen, um bei Kaffee und Kipferl der Musik und der Sprache zu lauschen, um eigene Erfahrungen kundzutun!
| Do. 09. Januar 1997, 10:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Eintritt frei |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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