Gudrun Seidenauer
Aufgetrennte TageMariannes Mann ist über die Treppe gestürzt und hat sich das Genick gebrochen – ein Unfall. Sie weiß genau, wann das war, sie hat es sich auf einem Zettel notiert, um es nicht zu vergessen, wie sie manchmal den Namen der Nachbarin vergisst, auf das Mittagessen oder auf ihre Tabletten. Marianne hat Alzheimer, sie verliert ihr Gedächtnis und hat nun auch noch ihren Mann verloren. Friederike, Mariannes Tochter, hat Zweifel an seinem Unfalltod. Ist ihre Mutter zur Mörderin geworden, um sich zu befreien? Von einer intensiven Mutter-Tochter-Beziehung und der Alzheimer- Erkrankung der Mutter erzählt die Salzburger Autorin Gudrun Seidenauer in ihrem zweiten Roman, der sich diesen Themen behutsam und sensibel und in großer sprachlicher Genauigkeit nähert.
Gudrun Seidenauer, geboren 1965 in Salzburg, Studium der Romanistik und Germanistik. Lebt als Autorin und Lehrerin für Deutsch und Kreatives Schreiben in Adnet bei Salzburg. Zuletzt erschien ihr Roman „Der Kunstmann“ (2005), „Aufgetrennte Tage“ ist bei Residenz erschienen.
| Mo. 23. März 2009, 20:00 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
| Einführung: Günther Eisenhuber | |
| Mitveranstalter: prolit |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
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