Leben.Schreiben. Autobiographien.
Der viel zitierte Titel von Johann Wolfgang von Goethes berühmter Lebensdarstellung „Dichtung und Wahrheit. Aus meinem Leben“ verweist auf die Grundspannung, in der jegliche Form autobiographischen Schreibens steht. Auf der einen Seite beanspruchen Autobiographien, authentische Lebenserfahrung wiederzugeben, also das gelebte Leben der Verfasserin oder des Verfassers so darzustellen, „wie es wirklich war“. Auf der anderen Seite ist es aber offenkundig, daß die Autobiographie diesem Anspruch nicht gerecht werden kann. Denn niemand ist in der Lage, die subjektive Wahrnehmungsperpektive einfach abzustreifen und hinter sich zu lassen. Dieses prekäre Verhältnis von Wahrheit und Dichtung ist eines der literaturtheoretischen Probleme der Gattung Autobiographie und macht gleichzeitig die Faszination dieses Genres von Goethe bis zur jüngsten Literatur aus. Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck – wird Ulrike Tanzer, Universitätsassistentin am Institut für Germanistik in Salzburg, anhand von Textbeispielen die Autobiographie als Ort der Auseinandersetzung mit Identität und Ich näher ins Visier nehmen.
| Do. 07. Februar 2002, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 203Lieben
Die genaue Beobachtung, die intensive Wahrnehmung sind die Grundlagen der Welterkenntnis, des Kunstschaffens, der Literatur. Sie verbinden die Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2026 Sophie Hunger mit dem Träger des Fördungspreises Andreas Neuhauser – auch wenn ihreTexte ganz unterschiedliche Sujets für uns Leser:innen unters literarische Mikroskop gelegt haben. Lesen Sie diese so unterschiedliche Literatur, hier versammelt in SALZ durch die Rauriser Literaturtage, kundig kuratiert von Ines Schütz und Manfred Mittermayer zum ältesten und allumfassendsten Thema: ...
Aktuelle Ausgabe bestellen SALZ 202

Nahaufnahmen 31
SALZ 200/201
50 Jahre SALZ
SALZ 199