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Lukas Bärfuss

Hagard
© Frederic Meyer

Alles beginnt mit einem Paar Schuhe. Philip, erfolgreicher Immobilienmakler, verfolgt aus einer Laune heraus im Feierabendgedränge der Stadt eine Frau: Anstatt weiter auf einen Businesstermin zu warten, heftet er sich an die Fersen einer Frau in pflaumenfarbenen Ballerinas. Was als ein harmloses Spiel anfängt – es gilt, die unbekannte Frau nicht aus den Augen zu verlieren – entpuppt sich als ein obsessives Begehren, dem Philip eineinhalb Tage nachgehen muss und sich diesem Verlangen bis zum Äußersten beugt.

Wieder nimmt Lukas Bärfuss eine Figur in den Blick, die aus einer Ordnung fällt, in die sie sich zuvor nahtlos einzufügen schien. Eine Ordnung, die zu bröckeln beginnt, sobald sich ihr ein ‚Wildling‘ wie Philip entzieht. In „Hagard“ stellt Bärfuss Fragen an unsere Lebenswirklichkeit: „Wie ist die Welt, in der wir uns bewegen, beschaffen, welche Gesetzmäßigkeiten gelten, warum gelten sie, und worin besteht die conditio humana genau?“

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun/Schweiz. Dramatiker und Romancier, Essayist, zahlreiche Auszeichnungen zuletzt der Schweizer Buchpreis und der Nicolas-Born-Preis. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Mo. 6. November 2017, 19:30 Uhr
Literaturhaus Salzburg
Vollpreis: 8,– € | Ermäßigt: 6,– € | Mitglied: 4,– €
Reservierung: Tel. 0662/42 27 81
Moderation: Thorsten Ahrend, Wallstein Verlag
Büchertisch: Rupertus Buchhandlung