Schriftstellerinnen auf Reisen
„Schon als zartes Kind hatte ich die größte Sehnsucht, hinaus in die Welt zu kommen“, schreibt die Österreicherin Ida Pfeiffer, geboren 1797. Sie rechtfertigt ihr „unweibliches“ Verlangen in einem ihrer Reiseberichte: „Allein weil diese meine Reisebegierde sich, nach den Begriffen der meisten Menschen, für eine Frau nicht ziemt, so mögen diese meine angeborenen Gefühle für mich sprechen und mich verteidigen.“ Sie ist 44 Jahre alt, als sie sich ihren Traum erfüllt und zu ihrer ersten großen Reise nach Palästina aufbricht. Später umrundete sie auf ihren Fahrten noch zweimal die Welt und betrat so manchen Fleck auf der Erde, den vorher noch nie ein Europäer seinen Fuß gesetzt hatte. Wie haben die Frauen ihre Reiseerfahrungen beschrieben, was hat es für sie bedeutet, die ihnen zugewiesenen Innenräume zu verlassen, Grenzen zu überschreiten? Frauen haben sich neue Welten erobert: Aufbrüche, Abenteuer, aber auch Heimatverlust und Ängste des Unterwegsseins. Beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Gebäck – wird Christa Gürtler Reise-Pionierinnen vorstellen, orientreisende Frauen begleiten, die sogar die Welt des Harems erkunden konnten und zeitgenössische Schriftstellerinnen präsentieren, für die das Reisen zentrales Motiv ist wie für Anna Mitgutsch oder Elfriede Gerstl.
| Do. 10. Juni 1999, 10:30 Uhr | |
| Literaturhaus Salzburg | |
SALZ 202Nahaufnahmen 31
Auch in der 202ten Ausgabe von SALZ wird vorgestellt und zurückgeblickt, geehrt, gratuliert und gedankt. Und weiter gefeiert. Mit den beiden Festvorträgen von Werner Michler und Anna Maria Stadler, aber auch mit den Beiträgen von Zsuzsanna Gahse und Martin Amanshauser gibt es einen kleinen Rückblick auf das SALZ-Jubiläum. 1975 ist auch das Salzburger Literaturjahr, dem Harald Gschwandtner in der Reihe „Vor Ort“ seine Aufmerksamkeit widmet. /// Gleichzeitig nehmen die Nahaufnahmen die Aufgabe von Literaturzeitschriften wahr – sie präsentieren und stellen damit die aktuellste Salzburger Literatur mit prämierten Texten, ...
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